
Im Mawas-Schutzgebiet liegt seit 2003 die Forschungsstation Tuanan. BOS arbeitet hier sehr eng mit der indonesischen Universitas Nasional (UNAS) und der Rutgers Universität (New Jersey, USA) zusammen. Erforscht wird das Verhalten und die ökologische Bedeutung von Orang-Utans in Torfmoorregenwäldern und Programme zur Aufforstung der Wälder, zur Überwachung von Bränden und zur Hydrologie von tropischen Torfmoorgebieten. Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler aus aller Welt werden in Tuanan ausgebildet.
Nicht zuletzt dient die Forschungsstation auch als Barriere gegen Eingriffe des Menschen in den Regenwald, wie z. B. Straßenbau. Corona hat auch in Tuanan deutliche Spuren hinterlassen. Zwischen 2019 und 2022 konnte aufgrund der indonesischen Pandemie-Regularien die Forschungsstation nicht betrieben und damit auch nicht Instand gehalten werden. Die tropischen Klimabedingungen haben in dieser Zeit den Gebäudestrukturen stark zugesetzt und die Station in einen desolaten Zustand gebracht, der keine Forschungsarbeiten mehr möglich machte. So war es erforderlich, die Küche, den Waschbereich, die Toiletten und den Steg zu sanieren, damit die Forschungsarbeiten schnellstmöglich wieder beginnen können.
Durch Zuschüsse und Spendenaktionen konnten die Rutgers Universität und die UNAS 25.000 USD dafür aufbringen. Aufgrund gestiegener Kosten für nachhaltiges Holz und Transport, belief sich das Budget für die vollständige Instandsetzung jedoch auf rund 42.000 USD. BOS Deutschland hat von der Stiftung Zukunft Jetzt! eine Förderung über 10.000 € bewilligt bekommen. Die Verwendung dieser Gelder wurde zum größten Teil für Baumaterialen, Transportkosten und Gehälter für Arbeitskräfte genutzt. Bis zum späten Frühjahr 2023 sollen die Arbeiten hier abgeschlossen sein.